Der 24€ Stuhl

In der Woche vor Ostern habe ich Urlaub genommen um mal wieder richtig hobbymäßig was zu schaffen. Da ich auch mal wieder ein Erfolgserlebnis im Heimwerken brauche, nachdem sich die anderen Projekte so hinziehen, habe ich gedacht ich such mir etwas das relativ schnell geht. Da ich nun umgezogen bin und ein größeres Zimmer bewohne habe ich Platz für Sitzgelegenheiten.

Nach ein wenig Internetrecherche bin ich auf die Webseite Harz IV Möbel gestoßen. Daher gibt es hier auch nicht direkt die Bauanleitung, die könnt ihr euch bei Herrn Van Bo besorgen.

Für die Fingerverzahnung sollte man sich echt ein wenig Zeit lassen und genau sägen. Ich werde den nächsten Sessel definitiv mit der Dekupiersäge herstellen, da ich zu ungeduldig für die Handsäge bin. Bei mir sind diese also wie zu erwarten ein wenig krumm und schief geworden. Hält aber trotzdem mit ordentlich Leim.

Das Dübeln ist super einfach. Nur am Ende wenn man die Lehne an die Querbalken anpassen muss, ist es ein wenig kompliziert das gerade (rechtwinklig) hinzubekommen.

 

Schritte

Hier die Schritte im Detail:

Fingerverzahnung:

Man überlegt sich wie viele Überlappungen man haben möchte – bei mir sind es fünf. Dann Unterteilt man die Breite des Brettes und nimmt die Dicke als Tiefe. Dann sägt man auf der einen Seite drei und auf der anderen seize zwei Finger aus, so das die Bretter ineinander fassen.

 

Sägen:
Bei grobe Schnitten empfielt sich die Stichsäge. Beispielsweise um seine Brette abzulängen. Sobald es genauer werden muss sollte eine Handsäge wie die Japansäge verwendet werden. Wenn man zugriff auf eine Bandsäge oder Dekupiersäge hat, können die auch das Leben erleichtern.

Dübeln:

Hier wird mit einem Dübelbohrer – bei mir ist es ein 8mm Bohrer mit Stopper- ein Loch an die gewünschte Position gesetzt. Dann ein zweites. Nun kann man mit der Dübelhilfe, einem Kupfernen Drehteil mit Spitze die Löcher auf das gegenüberliegende Holz übertragen und dort Bohren. Beides wird dann später Zusammengeleimt. Beim Bohren sollte man evtl. eine Schablone benutzen, damit die Löcher grade werden.

 

Verleimen:

Der Leim sollte nicht zu verschwenderisch aufgetragen werden. Ein dünner Film genügt meistens schon um zwei Schichten zu verbinden. In Bohrlöchern ist also ein Klecks des Leims ausreichend. Bei Dübelverbindungen sollte auch ein wenig Leim auf die Kontaktflächen des Holzes aufgetragen werden. Es gibt verschiedene Leimsorten, mit unterschiedlichen Eigenschaften, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte.

Für die Befestigung der Gurte habe ich einen einfachen Tacker verwendet. Also einen für die Werkstatt, nicht fürs Büro. Die Gurte auf Spannung halten und Festtackern, dann abschneiden.

Bei ersten Hinsetzten werden die so oder so noch ein bischen Nachgeben, also nicht so wild wenn man nicht mit allzugroßer Kraft vorspannt.

 

Kosten

Leider ist der Sessel / Stuhl nicht ganz so günstig zu haben wie beworben.

Beim Holz bin ich von dem vorgeschlagenen Brett abgewichen und habe stattdessen Bretter genommen.
Diese haben die Maße 980 x 70 x 18 und haben 1 € pro Stk. gekostet. Aus diesem Grund ist mein Sessel auch nur 45 cm breit anstatt 50, was aber unproblematisch ist.

Der Möbelgurt, Dübel und Leim, Tacker und Klammern sind auch aus dem Baumarkt. Da ich die Kissen auch selbst machen wollte, habe ich außerdem Schaumstoff gekauft, der überraschend teuer war. Diesen findet man auch im Baumarkt. (Hornbach)

Dann fehlt noch der Stoff für den Bezug, der ist vom Stoffkontor. Für die Füße habe ich aus dem Ikea noch Bodenschoner besorgt.

Alles in allem ergibt das folgende Ausgaben:

Holz

Dübel

Leim

Klammern

Schaumstoff

Bezug

Bodenschoner

Gurt

8 €

3 €

3€

1€

20€

20€ (incl. Versand)

1€

7€

63€

Galerie

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