DIY Drawing DESK

 27. August 2015
DIY Drawing Desk

Wie versrpochen kommt hier das Schreibtischprojekt. Es ist mal wieder viel mehr Zeit vergangen als ich eigentlich wollte, aber so ist das eben.
Nachdem ich einen Kleiderschrank im Landhausstil gebaut habe, wollte ich einen Schreibtisch der dazu passt, aber nicht ganz so altbacken dasteht. Ich denke das ist mir mit diesem Tisch ganz gut gelungen.
Außerdem wollte ich eine spezielle Klappfunktion, die mir das Zeichnen etwas angenehmer macht, was man bei den meisten Tischen nicht bekommt. Vermutlich wird mein Tisch von nun an immer so voll gestellt sein, dass ich die Klappfunktion nie wieder benutze, aber hey.

Jetzt gerade sitze ich an meinem Meisterwerk und merke das er sehr instabil steht. Ich werde die Beine also noch etwas versteifen müssen. Außerdem ist die Monitorleiste recht instabil, da wird wohl noch eine Versteifung nötig.

Zutaten

8 x Leimholzbrett 2000x200x18 für je ca 6 €

2 x Leimholzbrett 90x800x18 (oder länger, kann man absägen) für je ca 3 €

2 x Leimholzbrett 80x200x18 für je ca 3 €

Schrauben M4x16 und M4x30 sollte man haben

Optional: Scharniere für den Klappmechanismus für ca. 5 €

2x Querstreben 30x20x700, ca 2€

2x Querstreben 30x20x50, ca 2€

Essig für 50 Cent

Stahlwolle für 1,50 €

Schwarzer Tee für Lau

Beize oder Lasur Schwarz ca 3€

Macht ungefähr 85€. Für einen “Designer Schreibtisch” voll okay

 

Alle Sachen, außer Tee, Essig und Stahlwolle gibts im Baumarkt deines Vertrauens

Die Anleitung, wie man Holz schnell alt aussehen lassen kann habe ich mit Hilfe des Internets gefunden. Die genaue Quelle lässt sich schwer nachvollziehen

Holz altern lassen

Hier muss man leider am Vortag etwas vorbereiten: Nehmt einen Behälter aus dem Ihr nicht mehr trinken wollt, am besten aus Glas und macht die Stahlwolle rein. Dann kippt Ihr den Essig drauf bis das Glas schön voll ist. Ich habe dazu eine meiner Testflaschen aus dem Bottlecutter projekt genommen. Viele im Internet nehmen Einmachgläser und verschließen das ganze, aber ich weiß nicht ob das einen Unterschied macht. Die Mischung muss dann die Nacht über ziehen. Angeblich wird der Alterungseffekt stärker, je älter die Mischung wird.
Jetzt muss man schwarzen Tee kochen. Der kann ruhig richtig stark werden, ihr müsst den ja nicht trinken. Wenn der gut durchgezogen ist, streicht ihr alle Bretter, die ihr altern lassen wollt, schön ordentlich damit ein und lasst das gut einziehen. Wer sein Holz besonders dunkel möchte, kann gerne 2 oder 3 Schichten auftragen.
Wenn alles gut getrocknet ist wird die Essig-Tinktur aufgetragen. Man kann richtig sehen wie das Zeug reagiert. Am Anfang sieht man sogar sofort die Pinselstriche, das gleicht sich aber dann an.

Untere Tischplatte:
Die 4 Bretter dann mit den langen Querstreben verbinden. Die hab ich unbehandelt gelassen, weil man die eh nicht mehr sieht am Ende. Die Querstreben sollten 18mm vom Rand entfernt sein, damit die Seiten nicht über den Boden überstehen. Wenn man anderes Holz verwendet also den Abstand anpassen. Wie man im vorher Bild sieht habe ich einfach direkt das Brett als Abstandshalter verwendet. Ich hab hier die M4x30er Schrauben verwendet. Meine Querstreben bestehen aus Restholz das ich noch rumliegen hatte, daher ist das etwas dicker als in der Einkaufsliste, also müsst ihr evtl etwas kürzere Schrauben verwenden. Die sollen ja nicht durchgehen.

Nicht vergessen: Vorbohren, sonst splittert das Holz

Seiten:

An die Querstreben habe ich mit Winkeln die Seitenbretter befestigt, weil ich dort keine Schraubenköpfe sehen wollte. Natürlich kann man aber auch einfach direkt durchschrauben.

Obere Tischplatte:

Wenn ihr den Klappmechanismus nicht wollt, dann wiederholt für die obere Tischplatte einafach den Schritt für die Untere. Diese Platte kommt dann einfach oben drauf und wird wieder an den Seiten festgeschraubt. In dem Fall braucht ihr 4 Lange Querstreben.

Wenn ihr den Klappmechanismus nachbauen wollt, nehmt ihr jetzt nur drei der verbleibenden Bretter und verbindet die mit den kurzen Querstreben. Das letzte Brett könnt ihr dann an den unteren Körper anschrauben.

Klappmechanismus:

Jetzt wird es fummelig!
Ihr müsst ein stück holz, evtl einen Rest vom Holz für die Querstreben, auf ca. 200mm länge sägen. An jedes Ende kommt ein Scharnier, wie auf den nebenstehenden Bildern. Dann solltet ihr die Platte mit den Scharnieren verbinden. Das ganze wird auf die vorbereitete untere Tischplatte (mit Seiten und einem der Bretter oben) gelegt, so dass es im zusammengeklappten Zustand bleibt.

Jetzt müsst Ihr anzeichnen wo sich die Scharniere befinden, das ist nämlich die Ruheposition.

Wenn Ihr dann die Platte hochklappt und kippt, könnt ihr die Scharniere an die Zeichnung ausrichten und festschrauben. Hier sollte man genau arbeiten, sonst habt ihr einen großen Spalt zwischen den Brettern oben oder es klemmt.

Dann braucht ihr noch ein paar Winkel, die werden der Anschlag für die Kipp-platte. Zwei an der Platte und zwei an der Seite. Die Position müsst ihr entsprechend eurer favorisierten Endposition anpassen.

Beine:

Für die Beine habe ich die 200x800x18 Bretter auf 200x620x18 gekürzt und an jeder seite 60mm angezeichnet, die Diagonale verbunden und die Bretter entlang der Diagonale geteilt. So bekommt man eine Arbeitshöhe von 75 cm, und vier Beine aus zwei Brettern. Die hab ich dann mit Nussbaum Dunkel und sehr starker konzentration (Pulverbeize zum Selbstanmischen) gestrichen, da es kein schwarz mehr gab.

Das ganze lässt man wieder schön trocknen und macht das am besten auch am Vortag.

Um die Beine mit dem Tischkörper zu verbinden habe ich alles auf Böcke gestellt. (Die könnt ihr ja auch direkt als beine nehmen, denkt ihr jetzt, aber nein, dann wird die Arbeitshöhe zu hoch und das sieht scheiße aus).

Dann habe ich Möbelwinkel genommen und alles verbunden. Ich werde jetzt noch Drahtstreben nachsetze, die die Beine diagonal miteinander verbinden und hoffentlich für mehr steifheit sorgen.

Galerie
DIY Schreibtisch

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