DIY Rotationsguss

DIY Rotoguss-Maschine

In den letzten Monaten habe ich in meiner Freizeit eine Rotationgsuss oder auch Rotoguss maschine entworfen und gebaut. Hier ist es deshalb auch recht ruhig geworden da es relativ viel Zeit in Anspruch genommen hat. Aber jetzt wo das Gerät läuft und auch der erste Dauertest überstanden ist will ich euch das Ergebnis nicht vorenthalten. 

IMG_1940
Zutaten

Für die Maschine habe ich Holz aus dem Baumarkt verwendet. Dazu kommen dann viele Metallwaren, wobei das meiste auch aus dem Baumarkt ist. Damit die Maschine mit nur einem Motor laufen kann, braucht man ein Getriebe, was wiederum aus verschiedenen Quellen stammt. Der Motor, der Poti und das Netzteil stammen von Ebay:

Bauholz: 4x Kiefer – 2000x48x24 mm; etwa  2,60€

Gewindestangen 3x M10; etwa 4,20€

Winkel und Schrauben; etwa 10€

Schrauben, Unterlegscheiben, Selbstsichernde Muttern, Flügelmuttern bei mir alles M10; etwa 15€

Kugellager: 10 Stk gibt’s für etwa 6€

Axiallager: 2 Stk für etwa 4€

Motor, Poti und Netzteil, Ebay; etwa 40€

Riemen und Riemenscheiben, Robotdigg; etwa 15€

Kegelradgetriebe aus Kunststoff, Ebay, etwa 10€

So landet man ganz schnell mal bei 100€

IMG_1928
Aufbau

Das Holz habe ich mit der Stichsäge geschnitten. Wenn ihr Zugang zu einer Kreissäge oder einer Kappsäge habt, bitte benutzt die. Dann wird alles viel, viel sauberer.

Den Aufbau habe ich vorher grob im CAD geplant, bin jedoch in der Realität hier und vom Konzept abgewichen, wo sich einfach eine andere Lösung angeboten hat. Daher kann ich hier auch nicht direkt auf meine Einkaufsliste verweisen. Entschuldigt die schlechte Dokumentation. 

IMG_2098
IMG_2099
IMG_2101

Die Elektronik ist eigentlich nicht sehr komplex. Man verbindet den Poti wie auf dem aufgedruckten Bild mit dem Motor und lötet entweder das Netzteil direkt an, oder wem das Netzteil zu schade ist, kann – wie ich – noch einen Stecker platzieren.

Achtung! Wenn ihr den Stecker lötet, achtet gut darauf das ihr die Kabel nicht verwechselt. Sonst funktioniert das alles nicht. Dem Motor selbst ist die Polung zwar relativ egal (Drehrichtung ändert sich) aber dem Regler nicht.

Die einzelnen Latten habe ich dann imt der Stichsäge auf die geplante länge geschnitten. Restholz habe ich für Füße und eine Getriebehalterung genommen, wo es nicht unbedingt auf die genaue Länge ankam.

Mit der Lochsäge aus meinem letzten Projekt (der Festival-Box) habe ich dann die Löcher für Kugellager eingebracht und mit dem normalen Holzbohrer durchgebohrt.

Zusätzliche Löcher für Riemenspanner werden händisch angepasst. Die habe ich vorher nicht eingeplant. Beim nächsten mal werde ich mir auch schon in der Planungsphase die Standardriemenlängen anschauen um meine Abmaße anzupassen. Das erspart einigen Stress (Verschiedene Riemen aus diversen Shops bestellen, einbauen und probieren)

IMG_2102
Galerie

Und wie immer, zur Galerie:

DIY Rotoguss Maschine

1 Kommentar

Hinterlassen Sie eine Antwort

You must be logged in to post a comment.