Ultimaker: First Run

Teil 7: Der erste Druck

Erster Druck, Troubleshooting und Kinderkrankheiten…

Cura und Kalibration

Nachdem nun alles Zusammengebaut war hieß es USB Anstecken und Netzteil ran.

Ich habe Cura installiert und den First Run Wizard ausgeführt. Hier werden alle Endschalter betätigt, vermutlich um den Korrekten Anschluss sicher zu stellen. Dann überprüft das Programm den Temperaturfühler und die Heizeinheit. Soweit so gut.

Nun muss das Druckbett und der Z – Schalter eingestellt werden. Dies ist sehr wichtig, damit der heiße Extruder nicht das Druckbett an schmilzt.

Hierzu wird zunächst an der Gewindestange der Z Verstellung gedreht bis das Druckbett die Düse berührt. Hier sollte man darauf achten das man die Stellschrauben der Plexiplatte zuerst relativ weit eindreht, so spart man sich das erneute Einstellen des Endschalters, sollte eine Seite nicht hoch genug sein.

Also: je Tiefer das Druckbett mit den Stellschrauben eingestellt ist – desto besser klappt das spätere in Waage bringen. Zwischen Düse und der Plexiglasplatte sollte ein kleiner Spalt bleiben. Jetzt kann man den Endschalter oben links auf der Rückplatte lösen und so weit nach unten schieben bis man das Betätigungsgeräusch hört.

Dann sollte man prüfen wann der Schalter nun genau auslöst. Hierzu die Plattform an der Gewindestange ein Stück runterschrauben und wieder hoch, bis man das Geräusch des Schalters hört. Die Plattform sollte nun sobald das Geräusch da war etwas unterhalb der Düse sein.

Kalibrierung

Jetzt kann man in Cura den Leveling Wizard ausführen, der erspart viel Gedrehe an der Gewindestange.

Man kann nun an den vier Punkten die Stellschrauben so weit lösen, das die Plattform die Düse berührt. Ich würde aber noch einen so großen Spalt lassen, dass ein Blatt Papier locker hindurch passt. Dies Zeigt sich wenn der Wizard das Viereck auf dem Druckbett abfährt. Ist die Plattform zu Tief haftet der Kunststoff nicht richtig, man erkennt das an den Tröpfchen.

Ist der Spalt zu eng kann das Filament nicht richtig aufgetragen werden, dies erkennt man an einer Art verwischten Spur. Im schlimmsten Fall wird das Kreppband zerrissen oder sogar Furchen ins Druckbett gezogen. Also zunächst lieber zu viel Luft als zu wenig.

Ich habe meine Feineinstellung während des Vierecks angepasst und dort wo zu wenig Platz war einfach nochmal nachgedreht. Man erkennt sofort eine Verbesserung der Spur. Man kann aber auch gut während der ersten Schicht eines Druckes noch einmal ein Feintuning vornehmen.

Der erste Druck klappte dann auch ohne Probleme. Die default Einstellungen für den Hochqualitativen Druck sind schon ganz gut.

Hier meine genauen Einstellungen für das Flugzeug:

einstellungen_b Einstellungen_1

 

Und so sah das ganze dann aus:

IMG_5666_small IMG_5680 Kopie

 

Kinderkrankheiten

Leider sind mir dann doch ein paar Fehler aufgefallen. Der Bowdenzug der die Materialzuführung bildet hält nicht richtig in seiner Klammer. Da ich den Teflonschlauch zusammen mit den Kabeln eingewickelt habe, wird er am Ende nur noch durch dieses an der Zugentlastung gehalten. Ein Streifen des Klebebands hat zunächst Abhilfe gebracht, der Schlauch ist jedoch beim zweiten Druck wieder heraus gerutscht. Hier werde ich wohl aus Thingiverse folgendes Addon drucken: Bowden Clamp.

 

Außerdem muss man gut drauf achten das man die Klemme des Vorschubes nicht zu sehr anzieht. Hier habe ich zuerst die Klemme geschlossen und danach erst die Schraube so weit angezogen, dass alles stramm sitzt. Zieht man zu fest, frisst sich die Welle in das PLA und dreht dann durch. Der Materialfluss kommt zum erliegen und der Druck geht schief. Wenn die Klammer zu lose ist, passiert das gleiche.

IMG_5669 Kopie

 

Das wars – jetzt kann man mit den Softwareparametern spielen und die Geschwindigkeit optimieren.

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